Donnerstag, 8. März 2018

Handy Crash



Das. Darf. Doch. Nicht. Wahr. Sein.
Da habe ich gerade mühsam und unter Qualen wochenlang im Netz recherchiert um herauszufinden, welche Pulsuhr ich mir kaufen soll (s. hier), habe endlich die Bestellung aufgegeben, da lässt irgend so ein Depp (= ich) mein Handy volle Kanne aufs Display fallen.
Nach dem ersten Schock sah es so aus, als wär das Display heil geblieben. Puuh. Darauf eine Runde Candy Crush zocken. Irgendwie konnte ich aber die Candys am rechten Rand nicht mehr bewegen. Hm, vielleicht doch ein kleiner Defekt. Erstmal drüber schlafen.
Am nächsten Tag sah mein Handy-Display aus, als leide es an inneren Blutungen. Noch einen Tag später konnte man nur noch ca 40 % der Displayanzeige erkennen. Jegliche Wiederbelebungsversuche schlugen fehl. Display-Ersatz stand, gemessen am Anschaffungspreis und den voraussichtlichen Reparaturkosten, dem Alter und im Hinblick darauf, dass es sich um ein Windows-Handy handelt (das ich immer wieder dem §$%&%$-Android vorziehen würde!), das nicht mehr hergestellt wird, außer Frage.
Seufz, also auf zum nächsten Marathon: Handy neu kaufen.
Das bekannte Prozedere bei der Pulsuhr wiederholte sich, nur dass hier leider in den Läuferblogs keine Handys getestet wurden…und Handyblogs hab ich irgendwie nicht gefunden (auch weil ich sie gar nicht gesucht habe; auf die Idee, dass jemand das Blogmäßig testet, bin ich gar nicht gekommen). 
Meine Referenz war also mehr oder weniger allein die Seite www.notebockcheck.com.
Also hier alle in Frage kommenden Handys verglichen, nach dem Preis geschaut und festgestellt, dass hier noch mehr als bei der Pulsuhr gilt: das Handy, das alles hat, was ich möchte und dann auch noch zu einem akzeptablen Preis, gibt es nicht. Nach Bewertung aller für mich möglichen Abstriche (Muss war: das neuste Betriebssystem (BS) (Android Oreo; Apple kommt mir nicht ins Haus und Windows gibt’s ja leider nicht mehr), der aktuellste/schnellste Prozessor, Größe (max. geringfügig über 5‘‘), lange Akkulaufzeit und ein Preislimit; und „nice to have“: die „Garantie“, dass BS-Updates erfolgen), blieb dann nur noch das Sony Xperia XZ1 Compact übrig. Auch wenn mein Bauch nicht ganz so zufrieden war wie bei der Pulsuhr, ging die Bestellung dann raus.
Immerhin ist es ja dringend, schließlich brauch ich das Teil auch beim Laufen zum Musik hören!!
Wenn ich’s in Händen halte, gibt’s vielleicht mal ein Unboxing und im weiteren Verlauf der Zeit eine Beschreibung, wie es damit klappt. Mal schauen, vielleicht wird das hier ja noch ein Handyblog…😆

Mittwoch, 7. März 2018

Garmin vs. Polar



Ich weiß nicht, ob es an der Kälte lag oder ob einige der Usermeinungen zu meiner Sigma-Pulsuhr dann doch Recht hatten, jedenfalls brauchte die Uhr seit einiger Zeit tw. geschätzte 10 – 15 Minuten, um sich mit dem Brustgurt zu verbinden. Das ist recht tödlich für die Motivation, wenn man sich manchmal eh kaum überwinden kann, in die Kälte hinauszugehen. Dann sitzt man schön auf der Couch und wartet, dass die Geräte miteinander sprechen. Es ist warm, man sinkt hintenüber…aber das sind andere Geschichten. 😉
Also sollte eine neue Pulsuhr her. Und ich verbrachte meine Zeit im Internet statt zu joggen. Mittlerweile (sprich seit dem Kauf meiner letzten Pulsuhr) war die Welle der Fitnesstracker über die Welt hinweg gebrandet und viele „echte“ Sportuhren kamen jetzt auch ohne Brustgurt aus und messen den Puls am Handgelenk. Das schien mir eine recht gute Alternative zu sein, denn zum einen war der Gurt manchmal doch recht nervig und zum anderen würde damit ja auch eine Fehlerquelle (Synchro zwischen Uhr und Gurt) wegfallen.
Also als erstes „Pulsuhr Test“ bei Dr. Google eingegeben und auf die Bestenlisten diverser Portale oder Zeitschriften gestürzt. Damit hatte man schon mal die Namen der üblichen Verdächtigen. Als Marken kristallisierten sich schnell Polar (von mir bislang immer als anwenderunfreundlich missachtet), Garmin („die machen auch Pulsuhren?“) und Suunto („wer??“) heraus.
Die Testberichte der „offiziellen“ Portale und Zeitschriften (sprich Chip, Computerbild, Stiftung Warentest usw.) waren letztendlich wie immer ein wenig enttäuschend. Unter weiterer Zuhilfenahme der Kundenbewertungen bei Amazon grenzte ich es auf die Garmin Forerunner 235 und die Polar M430 ein. Diese beiden schienen vom Umfang der Möglichkeiten ähnlich zu sein (und für meinen geringen Bedarf schon wahnsinnig oversized).
In meiner weiteren Recherche stieß ich auf einige Läuferblogs, die auch mehr oder weniger ausführlich und umfangreich diverse Uhren getestet hatten. Als besonders herausragend in dieser Beziehung möchte ich den (englischsprachigen) Blog von DC Rainmaker (https://www.dcrainmaker.com/) erwähnen. In diesen Blogs gab es dann z.B. auch wirkliche Vergleiche der GPS- und Herzfrequenzgenauigkeit. Teilweise wurden auch die dahinterliegenden Auswertungen und Apps beschrieben und bewertet, wobei mir das wenig sagte, da ich bislang immer nur meine KM-Leistung und den Puls erfasst (und nicht weiter ausgewertet) habe.
In diesen Blogs stieß ich zusätzlich noch auf die Vivoactive 3 von Garmin. Nach den ganzen Berichten schien das die Uhr für mich. Letztendlich äußerten sich aber einige negativ über das äußerst empfindliche Touch-Display, wodurch schon mal sämtliche Einstellungen mithilfe des Jackenärmels verhuddelt werden können. Auch wenn dies eine Kinderkrankheit sein mag, die behoben wird, schied sie erstmal für mich aus, da sie auch erheblich teurer war als die anderen Alternativen (der Preis brach auch sehr schnell den Suunto-Uhren das Genick).
War ich wieder bei den ersten Verdächtigen. Auch wenn ich mittlerweile bei vielen Negativbeurteilungen bei Amazon gemerkt habe, dass diese falsch, übertrieben oder eben auch „Pech“ sind, schien mir die schiere Anzahl bei der Garmin darauf hinzudeuten, dass hier etwas mehr im argen liegen könnte als bei der Polar.
Letztendlich führte dies und darüber hinaus der Preis (die Polar konnte ich für ca. 50 € weniger als die Garmin ergattern) dazu, dass ich mich für die Polar M430 entschieden habe (ist am Ende zu 90 % wahrscheinlich immer Bauchgefühl). Bestellung ist raus und ich werde dann im Folgenden mal berichten, wie es damit weiter geht.
Fazit ist jedenfalls wieder einmal, dass ich es unheimlich schwierig finde, das für mich passende Produkt zu finden und vor allem: es gibt NIE das eine, das mir wirklich 100 % gefällt und alles hat, was und wie ich es möchte.
Seltsamer weise funktioniert übrigens bei meiner Pulsuhr die Kopplung mit dem Brustgurt wieder hervorragend, seit ich die Bestellung für die Neue rausgeschickt habe…Strange things happen…😉

Donnerstag, 1. März 2018

ebay



Zu ebay kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Ich nutze es, um an alte vergriffene Comics o.ä. zu kommen und auch ähnliche Dinge, die ich ausräumen will (oder muss, hallo Zimtschnecke!) wieder loszuwerden.
Das hat eigentlich auch immer mehr oder weniger gut funktioniert. Ja, manchmal hatte ich Verkäufer dabei, die haben nicht genau das übersandt, was ich bestellt habe. Manchmal haben sie auch regelrecht beschissen. Das ist blöd, aber damit muss man wohl rechnen.
Jetzt hatte ich allerdings einen Käufer, der sich beschwert hat, dass die ihm verkaufte Staffel einer Fernsehserie (für die er sage und schreibe 1,92 € plus Versand bezahlt hat) fleckig und zerkratzt sei. Ob die DVDs dennoch funktionierten, darüber hat er keine Aussage getroffen. Da ich mit derartigen Dingen sehr sorgfältig umgehe, die Staffel neu erworben und nur einmal angeschaut habe, reicht es zu sagen, dass dies definitiv nicht der Fall gewesen ist.
Außer der ganzen Aufregerei (von Seiten des Käufers, aber - „boh glaubse, ich war voll am halsen“ - auch auf meiner Seite) und der zu Unrecht erhaltenen schlechten Bewertung bei ebay, frage ich mich: was treibt solche Leute dazu, so etwas zu behaupten und ausgesprochen unhöflich zu werden, wenn man dem widerspricht? Hatte derjenige grad einen Zusammenstoß mit seinem Chef und anschließend noch den Anpfiff der Frau, endlich den Müll rauszubringen und war entsprechend gefrustet? Hatte er sich grad in einem Drogentraum verlaufen und wusste nicht mehr, wo er war? Hatte ich einen Zusammenstoß mit einem dieser krankhaften Trollkommentatoren, der ebay mit dem Artikel einer Tageszeitung oder einem Forum verwechselt hat? Ist das der Deppensud der AfD-Wähler?
Was soll‘s, zeigt nur einmal mehr, dass mein Freund recht hat, wenn er behauptet, die Welt besteht zu mindesten 90 % aus Deppen und Arschlöchern.

Mittwoch, 28. Februar 2018

In eisiger Nacht



Vor kurzem habe ich bei einem meiner Lieblings-Bücher-Blogs (lovelybooks) das Buch "In eisiger Nacht" von Tony Parsons gewonnen.  Hier meine Eindrücke dazu:


In der Chinatown von London wird ein LKW mit toten Mädchen aufgefunden. Es handelt sich offensichtlich um den missglückten Versuch, Flüchtlinge aus aller Herren Länder nach England zu schleusen. Die Londoner Polizei  in Gestalt von – insbesondere - Max Wolfe nimmt die Ermittlungen auf, um die Hintermänner zu finden.
Auch wenn die Ausgangslage in diesem Krimi nicht wirklich originell war, lasen sich die ersten Seiten zunächst recht gut.
Doch je weiter die Lektüre fortschritt, desto mehr sank meine Laune.
Da ist zum einen das Ermittlerteam, allen voran Max Wolfe, bei denen einen das Gefühl beschleicht, sie hätten ihr Handwerk nicht gelernt. Es wird in der Gegend herumspekuliert. Auf gut Glück werden Vernehmungen durchgeführt und tatsächlich oftmals nur durch Glück neue Spuren entdeckt. Es werden einfach mal (und mehrfach!) Einsätze im Ausland unternommen, die mehr als unglaubwürdig (und rechtlich fragwürdig) sind. Ein Anfänger bei der Polizei und ein ziviler Informant werden mal eben unvorbereitet in einen Undercovereinsatz geschickt, den beide nicht überleben. Das verleidet einem – zumindest mir -  die Schilderung der Ermittlertätigkeiten sehr. Und die Probabilität verhungert auf offener Strecke.
Auch die Charakterisierung der Ermittler und deren Umfeld fand ich eher nervig. Die Chefin ist verbittert, weil ihr Sohn bei einem Überfall erblindete. Das war mir zu wenig hinterfüttert. Mag sein, dass das in Vorromanen schon Thema war, aber so hingeworfen befriedigt es nicht. Auch die Beziehung der Kollegin zu einem verheirateten Mann (wie furchtbar!) war irgendwie unmotiviert in den Ablauf geworfen. Die Schilderungen des Familienlebens von Max Wolfe blieben auch eher distanziert und kühl. Es scheint so, als hätte Parsons nach Lehrbuch das Privatleben der Ermittler mit einbeziehen wollen, ist daran aber kläglich gescheitert.
Auch die Gefühle von Wolfe zu seiner schwangeren Kollegin finde ich holperig geschildert. Dass ein erwachsener Mann, der in seinem beruflichen und privaten Umfeld als gefestigt und durchaus eloquent geschildert wird, jedes Mal errötet, wenn er mit seiner Kollegin spricht, ist mir wirklich zu teenagermäßig.
Darüber hinaus schielt Parsons anscheinend sehr auf mögliche Verfilmungen. Denn er schildert teilweise sehr plakativ, wie man es oft aus Filmen kennt, irgendwelche Szenen (besonders stark eingeprägt hat sich mir die Szene, wo der böse Campleiter auf einmal aus Frankreich nach England reist und just vor der Polizeistation erscheint, als dort eine Demo wütet, nur im dann völlig sinnfrei und brutal einen Polizisten zusammenzuschlagen – was sollte das???), um einen Schockeffekt o.ä. zu erzielen, ohne das sinnvoll und logisch in die Handlung einzubauen.
Nein, das war weder ein Krimi, bei dem man miträtseln konnte (whodunnit), noch ein spannender Actionreisser, der einen durch die Seiten hecheln lässt. Von vorne bis hinten eine totale Enttäuschung.
Ich kann überhaupt nicht verstehen, wie diese Romane auf einer Bestsellerliste landen können. Aber vielleicht waren die Vorgänger ja besser.

Dienstag, 30. Januar 2018

Lumpenpack im ZAKK



Anders als die Überschrift vielleicht vermuten lässt, geht es in diesem Blog-Eintrag nicht um das Publikum im ZAKK und dessen Geisteshaltung, sondern um die zwei Musikcomedians Max Kennel (Gitarre) und Jonas Meyer (tanzt), genannt das Lumpenpack.
Ich war seit langer Zeit mal wieder im ZAKK, das sich seit meinem letzten Besuch nicht wirklich verändert hatte; nur die Ankündigungsplakate kommender Sensationen waren naturgemäß andere als damals. Ich hatte das Lumpenpack mit Ausschnitten aus ihrem Programm im Fernsehen gesehen und für recht gut befunden. Auch wenn ich ein wenig Zweifel hatte, ob diese Art der Comedy nicht auf Dauer zu eintönig werden könnte.
„Diese Art“ der Comedy sind lustige (natürlich Geschmackssache), manchmal ein wenig hintersinnige Lieder mit mal mehr mal weniger Tanz (Jonas Meyer, wenn auch der Begriff Tanz dabei durchaus weit gefasst werden sollte) und viel „Geschwätz“, soll heißen, die Ansagen der Lieder sind manchmal genauso lang wie oder länger als die Lieder selbst. Für die ganz Alten: ein bisschen wie Ulrich Roski oder Schobert & Black, auch wenn die Liedtexte nicht ganz so feinsinnig oder auch politisch wie bei den Letzteren waren.
Dabei sind die beiden Protagonisten schon derart firm im Bühnensattel, dass sie alles geschmeidig, professionell (was nicht abwertend gemeint sein soll) und durchaus schlagfertig abwickeln.
Das Tempo der Veranstaltung war hoch, auch wenn nicht alle 30 Sekunden ein Gag gesetzt wurde, fühlte man sich doch nie nicht unterhalten. Unterbrochen von Konfettischauern und Gitarrensoli mit dem Mund (schon wieder Jonas Meyer), wirbelten die Beiden durchs Programm und die anderthalb Stunden waren gefühlt nach dreißig Minuten vorbei.
Als „Vorband“ war Tino Bomelino engagiert, der sich als Einheizer sehr gut machte und (Achtung Spoiler) noch mal zu einem großartigen Einsatz als Riesenavocado im Hauptprogramm zurückkam. Ich glaube allerdings, dass die Banane mit Pimmel lustiger gewesen wäre 😉 (Insider).
Auch wenn mir gegen Ende manchmal war, als hätten die Zwei immer dasselbe Lied mit jeweils neuen Texten gespielt, habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Und das ist in meinem gesetzten Alter auch nicht mehr selbstverständlich.

Meine Empfehlung: wer die Möglichkeit hat, hingehen!