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Freitag, 27. April 2018

Polar M430 - Nachtrag


Es sind einige Wochen ins Land gegangen, um nicht zu sagen gelaufen (um das offensichtliche Wortspiel voll aufs Auge zu klatschen), und ein paar Details kann ich zu der Polarnutzung nachtragen.
Was mir (unangenehm) aufgefallen ist, ist der wackelige USB-Anschluss der Uhr. Der Stecker an der Uhr steckt nur extrem locker drin und rutscht bei der leisesten Bewegung wieder raus. Wenn man nicht aufpasst, ist so selbst nach Stunden die Uhr nicht geladen. Ist mir bislang zwar noch nicht passiert, aber man muss eben extrem drauf achten. Kleiner Punktabzug.
Die Akkulaufzeit ist ein weiteres kleines Manko. Nicht für mich, da meine Laufstrecken doch eher kurz sind (maximal eine Stunde), aber nach meinem dritten Lauf lade ich die Uhr immer auf, da sie den vierten vermutlich nicht überstehen könnte. Das macht weniger als vier Stunden Sportlaufzeit (während der restlichen Zeit liegt die Uhr ungenutzt rum). Ich habe beim Laufen immer GPS und Pulsmessung (naturgemäß) an. Wobei ich die genaue GPS-Nutzung nutze. Ich weiss nicht, ob die Akkunutzung sinkt, wenn man keine Laufprogramme nutzt, sondern mit der Uhr „einfach nur misst“, kann es mir aber nicht vorstellen. Werde ich dann in 2 Monaten sehen.
Bei einem Lauf bekam ich die Meldung, dass nur noch eine Stunde Akkulaufzeit vorrätig wäre. „Macht nix“, dachte ich, da ich nur noch 5 Minuten von daheim entfernt war. Allerdings scheint die Uhr nach der Warnung in einen Sparmodus zu verfallen. Ich bekam jedenfalls keine Vibrationsmeldungen mehr, wenn ich meine Pulszone verlassen hatte oder eine Aufgabe geschafft war. Das ist auch ein wenig ärgerlich.
Alles in Allem drei kleine Minuspunkte, die aber in Anbetracht dessen, dass vergleichbare Uhren von Garmin und Co erheblich teurer sind, zu verschmerzen sind.
Von mir immer noch ne klare Kaufempfehlung.

Freitag, 16. März 2018

M430 - Erste Erfahrungen



So, mangels Zeit zum bloggen habe ich dann doch schon einige Läufe mit der Polar hinter mir. Die Uhr selbst verrichtet ihre Dienste für meine Zwecke ganz ausgezeichnet. GPS und Puls werden ratzfatz gefunden und auch den ganzen Lauf über beibehalten.
Die Entfernungsmessung stimmt mit meinen bisherigen Entfernungsmessungen überein. Und auch die Pulsmessung passt. Vergleichsmessungen mit Gurt o.ä. hab ich allerdings nicht gemacht; ich verlasse mich da auf die bereits erwähnten hervorragenden Test bei DC Rainmaker.
Wenn‘s dunkel ist, muss man den Lichtknopf bedienen (ist halt Standard) oder das Licht dauerhaft anschalten (wenn ich das in der Anleitung korrekt verstanden habe, ausprobiert hab ich‘s wegen Akku-Verbrauch noch nicht). Da gibt’s bei Garmin nettere Lösungen, indem das Licht z.B. angeschaltet wird, wenn man das Handgelenk dreht. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Ich habe leichte Probleme, die angezeigten Werte zu erkennen, was aber nicht an der Uhr liegt, sondern an meiner schwindenden Sehstärke :-(
Wie erwähnt, hab ich mir direkt ein Laufprogramm erstellt und auf die Uhr geladen. Das wird mir am betroffenen Tag beim Start der Trainingsfunktion auch direkt vorgeschlagen und im Einzelnen beschrieben. Start drücken und los. Wenn ich den vorgeschriebenen Herzfrequenzbereich verlasse, „nervt“ die Uhr mit Vibrationen. Nervig für mich, weil ich ständig zu schnell laufe ;-)
Ansonsten passt das super. Zuhause die anschließende Synchro mit der App ist auch klasse und ratzfatz. Was mir bei Polar fehlt, ist eine Auswahl des Trainingsgeräts, sprich der Schuhe, weil ich so kontrolliere, wann es an der Zeit ist, diese zu entsorgen. Also muss ich die Einheit noch exportieren und im Tool meiner Wahl (Runalyze) importieren und da die Schuhe ergänzen. Testweise hab ich mich auch bei TrainingPeaks angemeldet. Die bieten ähnliches wie Runalyze, sind für mich aber etwas unübersichtlicher. Haben allerdings den Vorteil, dass man da den Export von Polar automatisch durchführen lassen kann.
Was mir bei den Programmen von Polar allerdings gar nicht gefällt, ist das starre System. Es werden immer die Tage Mo, Mi, Fr und So als Trainingstag benutzt. Man kann zwar Tage als Ruhetage deklarieren, die werden dann aber IMMER als Ruhetag genommen. Wenn man wie ich jeden zweiten Tag trainiert, passt das gar nicht. Das Schlimme daran ist, dass man die Trainingseinheiten zwar verschieben kann, aber nur INNERHALB einer Woche. Nicht in die nächste Woche hinein. Das wird dann total murksig. Mal sehen, wie ich da in Zukunft mit umgehe.
Erstes Fazit: tolles Gerät mit (etwas unflexibler) Trainingsunterstützung.

Mittwoch, 7. März 2018

Garmin vs. Polar



Ich weiß nicht, ob es an der Kälte lag oder ob einige der Usermeinungen zu meiner Sigma-Pulsuhr dann doch Recht hatten, jedenfalls brauchte die Uhr seit einiger Zeit tw. geschätzte 10 – 15 Minuten, um sich mit dem Brustgurt zu verbinden. Das ist recht tödlich für die Motivation, wenn man sich manchmal eh kaum überwinden kann, in die Kälte hinauszugehen. Dann sitzt man schön auf der Couch und wartet, dass die Geräte miteinander sprechen. Es ist warm, man sinkt hintenüber…aber das sind andere Geschichten. 😉
Also sollte eine neue Pulsuhr her. Und ich verbrachte meine Zeit im Internet statt zu joggen. Mittlerweile (sprich seit dem Kauf meiner letzten Pulsuhr) war die Welle der Fitnesstracker über die Welt hinweg gebrandet und viele „echte“ Sportuhren kamen jetzt auch ohne Brustgurt aus und messen den Puls am Handgelenk. Das schien mir eine recht gute Alternative zu sein, denn zum einen war der Gurt manchmal doch recht nervig und zum anderen würde damit ja auch eine Fehlerquelle (Synchro zwischen Uhr und Gurt) wegfallen.
Also als erstes „Pulsuhr Test“ bei Dr. Google eingegeben und auf die Bestenlisten diverser Portale oder Zeitschriften gestürzt. Damit hatte man schon mal die Namen der üblichen Verdächtigen. Als Marken kristallisierten sich schnell Polar (von mir bislang immer als anwenderunfreundlich missachtet), Garmin („die machen auch Pulsuhren?“) und Suunto („wer??“) heraus.
Die Testberichte der „offiziellen“ Portale und Zeitschriften (sprich Chip, Computerbild, Stiftung Warentest usw.) waren letztendlich wie immer ein wenig enttäuschend. Unter weiterer Zuhilfenahme der Kundenbewertungen bei Amazon grenzte ich es auf die Garmin Forerunner 235 und die Polar M430 ein. Diese beiden schienen vom Umfang der Möglichkeiten ähnlich zu sein (und für meinen geringen Bedarf schon wahnsinnig oversized).
In meiner weiteren Recherche stieß ich auf einige Läuferblogs, die auch mehr oder weniger ausführlich und umfangreich diverse Uhren getestet hatten. Als besonders herausragend in dieser Beziehung möchte ich den (englischsprachigen) Blog von DC Rainmaker (https://www.dcrainmaker.com/) erwähnen. In diesen Blogs gab es dann z.B. auch wirkliche Vergleiche der GPS- und Herzfrequenzgenauigkeit. Teilweise wurden auch die dahinterliegenden Auswertungen und Apps beschrieben und bewertet, wobei mir das wenig sagte, da ich bislang immer nur meine KM-Leistung und den Puls erfasst (und nicht weiter ausgewertet) habe.
In diesen Blogs stieß ich zusätzlich noch auf die Vivoactive 3 von Garmin. Nach den ganzen Berichten schien das die Uhr für mich. Letztendlich äußerten sich aber einige negativ über das äußerst empfindliche Touch-Display, wodurch schon mal sämtliche Einstellungen mithilfe des Jackenärmels verhuddelt werden können. Auch wenn dies eine Kinderkrankheit sein mag, die behoben wird, schied sie erstmal für mich aus, da sie auch erheblich teurer war als die anderen Alternativen (der Preis brach auch sehr schnell den Suunto-Uhren das Genick).
War ich wieder bei den ersten Verdächtigen. Auch wenn ich mittlerweile bei vielen Negativbeurteilungen bei Amazon gemerkt habe, dass diese falsch, übertrieben oder eben auch „Pech“ sind, schien mir die schiere Anzahl bei der Garmin darauf hinzudeuten, dass hier etwas mehr im argen liegen könnte als bei der Polar.
Letztendlich führte dies und darüber hinaus der Preis (die Polar konnte ich für ca. 50 € weniger als die Garmin ergattern) dazu, dass ich mich für die Polar M430 entschieden habe (ist am Ende zu 90 % wahrscheinlich immer Bauchgefühl). Bestellung ist raus und ich werde dann im Folgenden mal berichten, wie es damit weiter geht.
Fazit ist jedenfalls wieder einmal, dass ich es unheimlich schwierig finde, das für mich passende Produkt zu finden und vor allem: es gibt NIE das eine, das mir wirklich 100 % gefällt und alles hat, was und wie ich es möchte.
Seltsamer weise funktioniert übrigens bei meiner Pulsuhr die Kopplung mit dem Brustgurt wieder hervorragend, seit ich die Bestellung für die Neue rausgeschickt habe…Strange things happen…😉